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US-Luftwaffe geht beim A-10 Thunderbolt II mit der Deaktivierung der 571. Flugzeugwartungsstaffel am Ogden-Luftlogistikkomplex der Hill Air Force Base weiter voran

Zwei Piloten laufen auf einem Flugplatz neben einem geparkten Militärflugzeug mit Propellern.

Nur wenige Wochen nachdem bereits eine für die technologische Weiterentwicklung zentrale Erprobungseinheit ausser Dienst gestellt worden war, hat die US-Luftwaffe den nächsten Schritt in Richtung Ausmusterung der A-10 Thunderbolt II vollzogen: Mit der Deaktivierung einer der wichtigsten mit der Plattform verbundenen Instandhaltungseinheiten, der 571. Flugzeugwartungsstaffel, verschwindet ein weiterer tragender Pfeiler im Unterstützungsnetz des Musters. Die Staffel war Teil des sogenannten Ogden-Luftlogistikkomplexes, der auf der Hill Air Force Base (Utah) angesiedelt ist – einer Einrichtung, die über viele Jahre entscheidend dazu beigetragen hat, die Einsatzbereitschaft des legendären Erdkampfflugzeugs sicherzustellen.

In seiner Abschiedsrede betonte Brigadegeneral Hall Sebren, der als Kommandant des genannten Ogden-Luftlogistikkomplexes fungiert: „Diese Mission war für den gesamten Komplex ein Grund zum Stolz. Die A-10 kam dank der Fähigkeiten und Hingabe unseres Personals nach Hill, und sie blieb hier, weil sich dieses Know-how mit der Zeit weiter gefestigt hat. Unsere Instandhaltungstechniker haben die Lebensdauer dieses Luftfahrzeugs immer wieder verlängert – und sie taten das mit einem Stolz und einer Professionalität, die Teil der Identität von Hill geworden sind.

Zur Einordnung: Die Instandhaltungsanlagen in Hill arbeiten seit 1998 mit der A-10 Thunderbolt II und haben sich innerhalb der US-Luftwaffe als eines der wichtigsten Zentren für diese Aufgaben etabliert. Der Standort galt als Referenzpunkt für Arbeiten wie umfassende Strukturüberholungen und die dazugehörigen Reparaturen – ebenso wie für Massnahmen an den Tragflächen jeder einzelnen Maschine. In früheren Jahren diente das Zentrum zudem als Ausbildungsdrehscheibe für eine grosse Zahl von Technikern und Ingenieuren; entsprechend waren entlang der für den Warthog vorgesehenen Instandhaltungslinie zeitweise Hunderte Angehörige im Einsatz.

Heute treibt die US-Luftwaffe die Ausserdienststellung dieser Flugzeuge jedoch konsequent voran – eingebettet in ein umfassenderes Programm zur Modernisierung und zur Umverteilung von Ressourcen. Während dieses Übergangs hat sich die Rolle der A-10 in den letzten Monaten vor allem auf Einsätze im Nahen Osten beschränkt: Dort werden sie im Rahmen einer Nahunterstützungsrolle für Schiffe der US Navy eingesetzt, die unter dem Dach von CENTCOM den Persischen Golf patrouillieren. Besonders hervorgehoben wird dabei ihre Wirksamkeit gegen unbemannte Bedrohungen in der Luft und auf See – ein Einsatzprofil, das in modernen Szenarien zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Parallel dazu ist hervorzuheben, dass die Hill Air Force Base bereits damit begonnen hat, die von Lockheed Martin gefertigten Tarnkappenjäger F-35A Lightning II zu übernehmen. Dies soll die Fähigkeiten für Einsätze in hochintensiven Konflikten deutlich erweitern. Damit verbunden ist nicht nur die Stationierung neuer Luftfahrzeuge, sondern auch eine Neuorganisation der basisinternen Infrastruktur für deren Wartung. Diese Umstellung erfordert zusätzliche Flächen und Investitionen – Spielraum, der nach Darstellung der Planung ohne die Ausserdienststellung der A-10 nicht in diesem Umfang verfügbar wäre.

Bildnachweis: US-Luftwaffe

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