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Audi RS 5: erster RS Plug-in-Hybrid mit 639 cv

Rotes Audi RS5 Coupé in modernem Autohaus mit Beleuchtung und Infoständer im Hintergrund.

Der Audi RS 5 ist nun offiziell enthüllt – als erster RS überhaupt mit Plug-in-Hybrid-Antrieb. Laut Audi soll diese Technik künftig eine zentrale Rolle innerhalb der RS-Modellpalette spielen.

Anstatt sofort komplett auf reine Elektroantriebe umzuschwenken, setzt Audi auf eine Zwischenlösung: Elektrifizierung soll die Performance ergänzen, den Verbrenner aber nicht vollständig verdrängen.

Den Auftakt machen die neuen Audi RS 5 und RS 5 Avant – weitere RS-Modelle mit derselben Idee sollen folgen. Als Hinweis gilt unter anderem der kommende RS 6, dessen Prototypen bei Tests bereits «apanhados» wurden. Schauen Sie selbst:

2.9 V6 biturbo casado com eletrões

Audi ist mit diesem Ansatz im Segment der Hochleistungsmodelle nicht allein: Mercedes-AMG und BMW M haben ähnliche Konzepte bereits umgesetzt. Bei Mercedes-AMG sorgte der Tausch des V8 gegen einen Vierzylinder im C 63 S E-Performance zwar für viele Schlagzeilen, jedoch für wenig Absatz. Die Konsequenz: Offiziell wurde bestätigt, dass sein Markt-Aus in absehbarer Zeit bevorsteht.

Beim RS 5 und RS 5 Avant geht Audi kein vergleichbares Risiko ein. Der 2.9 V6 Biturbo bleibt an Bord, wurde aber überarbeitet und leistet nun 510 cv – das sind 60 cv mehr als beim bisherigen RS 4/RS 5. Neu hinzu kommt ein Elektromotor mit 130 kW (177 cv) und 460 Nm Drehmoment, der in das Achtgang-Automatikgetriebe integriert ist.

In der Summe kommt das System auf 639 cv und 825 Nm, womit es sogar die 630 cv des letzten RS 6 Avant übertrifft. Das liefert zugleich einen Ausblick darauf, was man vom Plug-in-Hybrid-Nachfolger erwarten darf.

Auch das quattro-System bringt Besonderheiten mit: Am Hinterwagen arbeitet eine elektromechanische Drehmomentvektorisierung – möglich durch einen kleinen Elektromotor, der ausschliesslich diese Aufgabe übernimmt. Laut Audi ist das eine Weltpremiere. Je nach Situation kann die Kraftverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse von 70-30% bis 15-85% variieren.

Die Energie für den E-Antrieb liefert eine Batterie unter dem Kofferraumboden mit 25,9 kWh (22 kWh nutzbar). Damit sind bis zu 87 km rein elektrisch im kombinierten WLTP-Zyklus möglich.

Bis hierher wirken die Daten eindrücklich – doch eine Zahl sticht ebenfalls heraus und lässt sich kaum übersehen: das Gewicht. Wie bei einem Plug-in-Hybrid dieser Grössenordnung zu erwarten, bringen der Audi RS 5 und der RS 5 Avant 2355 kg beziehungsweise 2370 kg auf die Waage – das sind 205 kg und 220 kg mehr als die «irmã» RS 6.

Trotzdem gelingt der Sprint von 0 auf 100 km/h in 3,6 Sekunden, und die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 285 km/h. Werte, die weiterhin klar zum RS-Emblem passen.

Weil starke Verzögerung genauso zählt wie schnelle Beschleunigung, sind serienmässig Stahlscheiben mit 420 mm Durchmesser vorn und 400 mm hinten an Bord. Optional gibt es carbo-keramische Scheiben mit 440 mm vorn und 420 mm hinten. Ihr Plus: 30 kg weniger ungefederten Massen im Vergleich zu den Stahlscheiben. Mit dieser Bremsanlage benötigt der RS 5 aus 100 km/h nur 30,6 m bis zum Stillstand.

Um A5 (sehr) mehr agressivo

Optisch zeigt der RS 5 – wie es sich für ein RS-Modell gehört – deutlich mehr Präsenz: Er steht breiter und tiefer und wirkt insgesamt spürbar muskulöser. Vom A5 werden lediglich Motorhaube, Dach und Kofferraumdeckel übernommen. Die Scheinwerfer vorne und hinten tragen eigene Lichtgrafiken, und der Frontgrill fällt grösser aus, um den Auftritt auf der Strasse zu unterstreichen.

In der Seitenansicht prägen 20″- oder 21″-Felgen (mit 285/35-Reifen) sowie verbreiterte Kotflügel vorne wie hinten das Bild. Am Heck sitzen zwei ovale XXL-Endrohre, die nun weiter zur Mitte des Stossfängers gerückt sind.

Innen verzichtet Audi auf Lederbezüge, setzt stattdessen auf Dinamica-Mikrofaser. Kontrastnähte grenzen den RS 5 zusätzlich von anderen A5-Versionen ab. Dazu kommen Sportsitze mit stärkerem Seiten- und Oberschenkelhalt sowie ein unten abgeflachtes Lenkrad mit zwei “RS”-Tasten – wie beim überarbeiteten Audi RS 3 –, über die sich personalisierte Fahrmodi schnell anwählen lassen.

Ansonsten wird das Cockpit von OLED-Bildschirmen geprägt: Vor dem Fahrer sitzt das digitale Kombiinstrument mit 11,9″, ergänzt durch einen zentralen Bildschirm mit 14,5″ sowie ein drittes Display mit 10,9″ für den Beifahrer. Erwähnenswert ist zudem das aktualisierte Software-Paket mit überarbeiteten Grafiken, verbesserter Bedienbarkeit und höherer Performance.

Wann kommt er?

Die ersten Exemplare der Audi RS 5 und RS 5 Avant Modelljahr 2026 sollen in Europa im Sommer ausgeliefert werden. Preise für die Schweiz wurden bisher noch nicht kommuniziert.


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