Ankunft in St. Thomas nach Operation Southern Spear
Der nuklear angetriebene Flugzeugträger USS Gerald R. Ford (CVN 78) – das modernste und technologisch fortschrittlichste Trägerschiff der United States Navy (US Navy) – ist derzeit im Verantwortungsbereich des U.S. Southern Command (USSOUTHCOM) eingesetzt. Am 1. Dezember lief das Schiff nach einer Reihe von Übungen und Einsätzen in der Karibik im Hafen von St. Thomas auf den U.S. Virgin Islands ein.
Laut offiziellen Verlautbarungen der US Navy gehört dieser Anlauf zu einem planmässigen Hafenbesuch: Nach mehreren Wochen intensiver operativer Tätigkeit im Rahmen der Operation Southern Spear soll die Besatzung dort Erholung erhalten. Der Port Visit folgt auf die Verlegung der Einheit aus dem Mittelmeerraum in Richtung Atlantik.
Einsatzbeginn in der Karibik und Carrier Strike Group 12 (CSG-12)
Die Ankunft der USS Gerald R. Ford erfolgt zu einem wichtigen Zeitpunkt ihrer Verlegung. Am 16. November erreichte der Träger die Karibik, nachdem er zuvor in diesem Monat die Anegada Passage passiert hatte. Zu diesem Zeitpunkt wurde bestätigt, dass die Carrier Strike Group 12 (CSG-12) Kurs auf die Karibische See genommen hatte, um einen Auftrag mit Schwerpunkt auf maritimer Sicherheit und Anti-Drogen-Operationen zu unterstützen.
Kurz darauf wurde gemeldet, dass das Flaggschiff seine Operationen aufgenommen hatte. Damit begann eine intensive Phase mit Ausbildungsvorhaben und einer abschreckenden Präsenz zur Unterstützung der Zielsetzungen des US-Verteidigungsministeriums.
Gemeinsame Übungen mit B-52H und Fähigkeiten von CVW-8
Bereits am 13. November – im Kontext einer verstärkten US-Militärpräsenz in der Karibik – führte der nuklear betriebene Träger gemeinsame Übungen mit einem strategischen Bomber des Typs B-52H Stratofortress durch. An der Aktivität waren zudem acht F/A-18E/F Super Hornets aus dem Carrier Air Wing 8 (CVW-8) beteiligt. Die Übungsserie war Teil von behördenübergreifenden Operationen, die auf Überwachung, Abfangen sowie die Störung von Netzwerken im Zusammenhang mit Drogenhandel und transnationalen kriminellen Organisationen ausgerichtet sind.
Nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums operierten die Super Hornets dabei gemeinsam mit der B-52H als Teil einer multidomänigen Joint Force. Damit wurde demonstriert, dass die Strike Group in der Lage ist, mit strategischen Luftplattformen mit grosser Reichweite koordiniert zusammenzuarbeiten.
In den darauffolgenden Tagen zeigte die USS Gerald R. Ford erneut mehrere Fähigkeiten, die CVW-8 bereitstellt. Wie zuletzt berichtet wurde, fanden an Bord der CVN-78 Starts und Landungen von F/A-18-Super Hornet-Kampfflugzeugen statt. Aus Sicht der US Navy unterstreicht dies die Vielseitigkeit trägergestützter Luftgeschwader und deren Bedeutung für Überwachung, Abfangen sowie Einsätze zur maritimen Sicherheit.
Verlauf der Verlegung seit Juni
Der aktuelle Einsatz der Gerald R. Ford zählt zu den umfangreichsten der Einheit seit der Indienststellung. Nach dem Auslaufen aus Norfolk am 24. Juni operierte der Träger zunächst im Nordatlantik. Anschliessend nahm er an den NATO-Überwachungsaktivitäten Neptune Strike 25-2 und 25-3 teil und absolvierte Hafenaufenthalte in Kroatien, Frankreich, Deutschland, Norwegen und Spanien. Danach folgte der Eintritt ins Mittelmeer, bevor die Verlegung in Richtung Karibik über die Strasse von Gibraltar am 4. November begann.
Zusammensetzung der Strike Group und des eingeschifften Luftgeschwaders
Zur Carrier Strike Group gehören auch amphibische Kräfte wie die USS Iwo Jima sowie Lenkwaffenzerstörer, darunter die USS Bainbridge (DDG 96), die USS Mahan (DDG 72) und die USS Winston S. Churchill (DDG 81). Das eingeschiffte Luftgeschwader setzt sich aus F/A-18E/F-Super Hornet-Jagdflugzeugen, EA-18G-Growler-Flugzeugen für elektronische Kampfführung, E-2D-Advanced Hawkeye-Flugzeugen zur luftgestützten Frühwarnung sowie MH-60-Sea Hawk-Helikoptern zusammen.
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