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Ferrari Elettrica: der erste 100% elektrische Ferrari mit über 1000 PS

Roter Ferrari Elettrica Sportwagen in modernem Ausstellungsraum mit Kunstwerk an der Wand.

Nach jahrelangen Spekulationen – inklusive einiger Erlkönig-Fotos – hat Ferrari nun erstmals technische Angaben zum Elettrica veröffentlicht, dem ersten zu 100% elektrischen Modell in der Geschichte der Marke.

Die ersten Informationen wurden am Capital Markets Day 2025 präsentiert und stehen für den Auftakt eines neuen Kapitels in Maranello. Mit über 1000 PS im Boost-Modus und einer Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in nur 2,5 s soll der Elettrica neu definieren, was elektrische Performance bei Ferrari bedeutet.

Ferrari betont, dass ein Elektroauto erst dann in Frage komme, wenn die Technologie den eigenen Ansprüchen an Leistung und Fahrgefühl gerecht werde. Offenbar ist dieser Punkt nun erreicht.

Technische Eckdaten und Fertigung in Maranello

Der Elettrica basiert auf einer komplett neuen Plattform, die von Grund auf in Maranello entwickelt wurde. Chassis und Karosserie entstehen zu 75% aus recyceltem Aluminium, was pro gebautem Fahrzeug eine Reduktion von 6,7 Tonnen CO2 ermöglichen soll.

Für den Vortrieb sorgen insgesamt vier Elektromotoren – zwei pro Achse – mit einer Systemleistung von über 1000 PS. Obwohl der Elettrica über Allrad verfügt, lassen sich die Vorderräder bei Bedarf abkoppeln, womit er sich als Hecktriebler fahren lässt.

Batterie, 800-Volt-Architektur und Schnellladen

Die Energie liefert eine Batterie mit 122 kWh Bruttokapazität und einer Rekord-Energiedichte von 195 Wh/kg. Zum Einsatz kommt eine 800-V-Architektur; laut Mitteilung wurde das gesamte System vollständig von Ferrari entwickelt.

Der Akku ist in die Bodenstruktur integriert und senkt den Schwerpunkt im Vergleich zu einem ähnlich ausgelegten Modell mit Verbrennungsmotor um rund 80 mm. Beim Schnellladen sind bis zu 350 kW möglich, und die Reichweite liegt bei über 530 km (WLTP).

Ein elektrischer Ferrari, der weiter „italienisch spricht“

Wie bei jedem Ferrari spielt auch hier die Klangkulisse eine Rolle. Anstatt künstlichen Sound zu erzeugen, verstärkt der Elettrica die mechanischen Vibrationen des elektrischen Antriebssystems. Ferrari beschreibt das als Konzept, das man mit einer E-Gitarre vergleicht – mit dem Ziel, eine authentischere Verbindung zwischen Fahrer und Maschine aufzubauen.

Das aktive Fahrwerk der dritten Generation ist eine direkte Weiterentwicklung der Technik aus Purosangue und F80 und kann sich 200-mal pro Sekunde anpassen. Zusätzlich regelt es vertikale, longitudinale und laterale Kräfte unabhängig voneinander – was laut Ferrari einen bemerkenswerten Spagat zwischen Komfort und Präzision ermöglichen soll.

Beim Ferrari Elettrica bleibt die typisch weit vorne liegende Sitzposition der mittelmotorigen berlinettas erhalten, um den direkten Kontakt zur Vorderachse zu sichern. Der kurze Radstand und ein neuer elastischer hinterer Subchassis – der erste in der Geschichte von Ferrari – haben die „Mission“, Vibrationen und Geräusche zu reduzieren, ohne die strukturelle Steifigkeit zu beeinträchtigen.

Vor dem Fahrer bleibt rechts am Lenkrad das klassische Manettino zur Wahl der Fahrmodi. Neu ist beim Elettrica zusätzlich ein eManettino links, über das Energiemanagement-Parameter und Traktionsniveaus festgelegt werden.

Zur Auswahl stehen drei Hauptmodi – Range, Tour und Performance – sowie fünf Stufen der Drehmomentabgabe. Diese lassen sich über die Schaltwippen hinter dem Lenkrad anwählen und sollen die Progressivität eines Getriebes nachbilden.

Enthüllung 2026

Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 310 km/h verbindet der Ferrari Elettrica Formel-1-Technologie mit einem neuen Kapitel der handwerklichen Tradition aus Maranello. Die Weltpremiere des finalen Designs – innen und aussen – ist für das Frühjahr 2026 angesetzt; dann wird das erste Ferrari-Modell zu sehen sein, das ausschliesslich mit Elektrizität fährt.

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