In einer stillen Ecke der Küche setzt eine kompakte Neuheit an – ein Gerät, das ganz leise daran rüttelt, wie wir alltäglich kochen.
Unter dem Druck neuer Umweltvorgaben und einer gesundheitsbewussteren Kundschaft hat Philips in Europa einen Airfryer vorgestellt, der neu definieren will, was „besser kochen“ heisst: weniger Fett, weniger Chemie und dafür mehr Komfort in einem einzigen Gerät.
Ein Airfryer für die Küche von heute und 2030
Der neue Airfryer Vertical Duo Serie 4000 tritt mit einem klaren Anspruch an: Es soll das erste Modell der Marke sein, das vollständig ohne PFAS auskommt – also ohne jene Chemikalien, die mit Umweltrisiken in Verbindung gebracht werden und in der EU voraussichtlich stärker reguliert werden.
Statt klassischer Beschichtungen mit fluorierten Bestandteilen setzt Philips auf besonders robuste Keramik-Körbe. Diese sind darauf ausgelegt, auch bei häufigem Gebrauch standzuhalten, ohne unerwünschte Rückstände an Lebensmittel abzugeben.
Der Airfryer Vertical Duo Serie 4000 kombiniert zwei starke Trends: Gesundheit auf dem Teller und weniger chemische Verbindungen in der Küche.
Mit diesem Schritt greift Philips möglichen Regeln der kommenden Jahre vor – und erhöht gleichzeitig den Druck auf andere Hersteller von Kleingeräten, die voraussichtlich ebenfalls auf sicherere und besser recycelbare Oberflächen umstellen werden.
Vertikales Design: braucht weniger Platz und schafft mehr Portionen
Auffällig ist vor allem die vertikale Bauform mit zwei übereinanderliegenden Körben. Anstelle einer breiten Schublade verteilt das Gerät das Volumen auf zwei Ebenen – und spart damit gegenüber ähnlich grossen, horizontalen Heissluftfritteusen bis zu 40% Stellfläche.
Mit insgesamt 10 Liter Kapazität richtet sich der Vertical Duo Serie 4000 sowohl an Familien als auch an kleine Wohnungen, Studierende und alle, die für zwei kochen, aber gern mehrere Komponenten in einem Durchgang fertigstellen.
Zwei Körbe, zwei Gerichte, ein gemeinsamer Endpunkt
Das Prinzip ist unkompliziert: Der obere und der untere Korb sind getrennte Garzonen. Zeiten und Temperaturen lassen sich so kombinieren, dass beide Speisen dennoch gleichzeitig servierbereit sind.
- Knackiges Gemüse oben, saftiger Fisch unten;
- Grilliertes Poulet in einem Korb, Ofenkartoffeln im anderen;
- Ein Dessert in Einzelportionen, während das Hauptgericht noch goldbraun wird.
Im hektischen Alltag liegt der Vorteil nicht nur im Look oder im Platz auf der Arbeitsfläche. Gedacht ist das System dafür, weniger Pfannen zu brauchen, den Ofen nicht unnötig laufen zu lassen und das übliche Timing-Chaos in der Küche zu entschärfen.
Das Gerät wurde als „Mini-Kochzentrum“ konzipiert und soll bei kleinen bis mittleren Mengen einen Teil der Aufgaben des klassischen Backofens übernehmen.
Sechs Programme, dreizehn Modi und viel Automatik
Hinter der schlicht gehaltenen Bedienoberfläche bündelt der Vertical Duo Serie 4000 6 Presets und 13 Garmodi. Ziel ist, Ergebnisse zu ermöglichen, die an Restaurantqualität herankommen – ohne dass man dafür viel Technik-Know-how mitbringen muss.
Mit dabei sind Funktionen wie Heissluftfrittieren, Grillieren, Backen, Aufwärmen sowie sogar das Dörren von Früchten und Kräutern. Besonders hervorgehoben wird das RapidAir-System: Es soll knusprige Resultate liefern – mit bis zu 90% weniger Fett im Vergleich zum Frittieren durch Eintauchen in Öl.
- Der Modus „Pommes“ setzt auf aussen knusprig und innen weich;
- Eine Synchronisationsfunktion sorgt dafür, dass beide Körbe gleichzeitig fertig werden;
- Transparente Sichtfenster in den Körben reduzieren das ständige Öffnen zur Gargrad-Kontrolle.
Auch die Leistung fällt ins Auge: 2750 W stecken in einem Gehäuse mit nur 23,3 cm Breite. Vom Platzbedarf her erinnert das eher an einen Wasserkocher – von der Heizleistung und dem Output her eher an einen Ofen.
Vertikale Luftzirkulation für gleichmässiges Garen
RapidAir kommt hier entlang der vertikalen Achse zum Einsatz. Die heisse Luft wird gleichzeitig auf beide Körbe verteilt, um kältere Zonen zu minimieren und starke Temperaturschwankungen zu vermeiden.
Im Alltag soll das zu gleichmässigeren Grillresultaten führen, zu Ofengerichten, die nicht auf einer Seite verbrennen und auf der anderen austrocknen – und zu kürzeren Abläufen bei Rezepten, die früher einen vorgeheizten Backofen vorausgesetzt haben.
Weniger Ofenlaufzeit und mehr Energieeffizienz dürften in den nächsten Jahren zu zentralen Kaufargumenten bei Haushaltsgeräten werden.
Gesund kochen, ohne dass der Genuss auf der Strecke bleibt
Philips zeigt das Potenzial des Geräts anhand eines Rezepts für eine gefüllte Kartoffel mit gezupftem Poulet. Der Ablauf kombiniert das langsame Garen der Kartoffel, mariniertes Poulet mit leicht rauchiger Note und eine gratinierte Käsekruste als Finish.
Der Kniff liegt im Einsatz beider Körbe: Während die Kartoffeln bei höherer Temperatur weich werden und zugleich eine knusprige Schale entwickeln, gart das Poulet im anderen Fach so, dass es sich gut zupfen lässt, ohne übermässig auszutrocknen.
Dasselbe Prinzip lässt sich auch auf andere Kombinationen übertragen:
- Gebackener Kürbis oben und gewürztes Hackfleisch unten;
- Gemüse mit Knoblauch und Öl im oberen Korb, marinierte Pouletschenkel im unteren;
- Tilapia mit Kräutern oben, Maniok oder gebackene Süsskartoffeln unten.
Auswirkungen auf Gesundheit, Umwelt und den Küchenalltag
Aus gesundheitlicher Sicht passt ein Airfryer ohne PFAS zu Menschen, die Zutatenlisten lesen, zu viel Fett vermeiden und zunehmend auch darauf achten, womit Pfannen, Backformen und Geräte beschichtet sind.
PFAS werden eingesetzt, um antihaftende und fleckenresistente Oberflächen herzustellen. Wegen ihres sehr langsamen Abbaus in der Umwelt sind sie auch als „ewige Chemikalien“ bekannt. Der Wechsel zu Keramik eröffnet damit die Perspektive auf eine Küche, die weniger von solchen Materialien abhängig ist.
| Aspekt | Traditionelle Modelle | Vertical Duo Serie 4000 |
|---|---|---|
| Innenbeschichtung | In vielen Fällen Antihaft mit PFAS | Keramik ohne PFAS |
| Bauform | Horizontal, 1 Korb | Vertikal, 2 übereinanderliegende Körbe |
| Fettverbrauch | Weniger als klassisches Frittieren | Bis zu 90% weniger Fett als beim Frittieren durch Eintauchen |
| Energieeffizienz | Variiert je nach Ofen und Modell | Schnelles Aufheizen und gleichzeitiges Garen auf zwei Ebenen |
Wie ein solcher Airfryer die Essensplanung verändern kann
Wer bevorzugt am Wochenende vorkocht und Portionen einfriert, kann mit den zwei Körben die Produktion beschleunigen. Während in einem Fach Proteine garen, entstehen im anderen die Beilagen – in aufeinanderfolgenden Zyklen, mit weniger Abwasch.
Gerade in kleinen Haushalten kann das Gerät an vielen Tagen den klassischen Backofen für Portionen von 2 bis 4 Personen ersetzen. Das spart Strom, reduziert die Abwärme in der Küche und verkürzt die Wartezeit, bis das Essen auf dem Tisch steht.
Heissluftfritteusen dürften sich zunehmend vom „Trendgerät“ zum zentralen Baustein einer schlanken Küche entwickeln – mit Fokus auf strukturierte Essensplanung.
Worauf man achten sollte, bevor man so ein Modell kauft
Trotz der Fortschritte löst ein Airfryer allein das Thema gesunde Ernährung nicht. Entscheidend bleiben Zutaten und Häufigkeit. Industriell panierte Produkte bleiben ultraverarbeitet – auch wenn weniger Öl im Spiel ist.
Wer über ein Modell mit zwei Zonen nachdenkt, sollte insbesondere diese Punkte prüfen:
- Passt das Gerät für den täglichen Gebrauch auf die Arbeitsfläche oder auf einen Küchenwagen?
- Wie steht der Energieverbrauch in Watt im Verhältnis zur Installation im Haushalt und zur Stromrechnung?
- Ist die Gesamtkapazität von 10 Liter für die Haushaltsgrösse wirklich sinnvoll?
- Sind die Garmodi verständlich, damit das Gerät nicht auf Pommes und Nuggets reduziert wird?
Typisch ist etwa der Fall von Paaren, die unter der Woche wenig kochen, dann aber anfangen, mit der Heissluftfritteuse Gemüse zu grillieren, Fisch schnell zuzubereiten, Pizza angenehmer als in der Mikrowelle aufzuwärmen und für Kinder neue Varianten von Ofengemüse zu testen. Der Nutzen entsteht dabei eher durch viele kleine Umstellungen über Monate.
Ein weiterer Ansatz ist, den Airfryer nicht nur als Werkzeug zur Ölreduktion zu sehen, sondern als Organisationshilfe: vorgeschnittenes Gemüse für die Woche vorbereiten und vorgaren, Körner und Samen rösten, Früchte für Snacks dörren und Reste von Reis, Poulet oder Gemüse in gratinierten Varianten besser verwerten.
Wenn ein einzelnes Gerät zwei Speisen gleichzeitig mit weniger Fett und ohne PFAS zubereitet, wirkt sich das auf die Gesundheit, auf die Energiekosten und auf den täglichen Umgang mit der Küche aus.
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