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NATO eAP26: Portugiesische Luftwaffe mit F-16M in Estland

Kampfjet auf Flugfeld mit Pilot, der aus Cockpit aussteigt, im Hintergrund ein weiterer Jet und Bäume.

NATO eAP26 und der Wechsel in der Luftpolizei-Mission

Mit dem Eintreffen der F-16M der Portugiesischen Luftwaffe in Estland, die in der Luftpolizei-Mission die Eurofighter Typhoon der italienischen Luftwaffe (Aeronautica Militare) ablösen, setzt die NATO ihre Präsenz an der europäischen Ostflanke im Rahmen der Operation eAP26 fort, die auf den Schutz des Luftraums der baltischen Staaten ausgerichtet ist.

F-16M der Portugiesischen Luftwaffe in Ämari: Umfang und Auftrag

Vom 1. April bis zum 31. Juli hält Portugal auf dem Luftwaffenstützpunkt Ämari in Estland vier F-16M sowie ein Kontingent von bis zu 95 Militärangehörigen bereit. Der Einsatz ist Teil der Enhanced Air Policing 2026 (eAP26) und soll im Sinne der kollektiven Verteidigung der Allianz durch Abschreckung möglicher Bedrohungen in der Region beitragen.

Das portugiesische Detachement besteht aus multidisziplinärem Personal mit spezialisierten Fähigkeiten, um die Einsatzbereitschaft des Waffensystems F-16M sicherzustellen und zugleich Infrastruktur sowie eingesetztes Personal zu schützen. Zusätzlich sind Angehörige für regionale Informations- und Kontrollzentren vorgesehen, wodurch eine vollständige Einbindung in das NATO-Luftüberwachungssystem gewährleistet wird.

Bereitschaft, Zusammenarbeit und Einsatzraum im Baltikum

Während der Durchführung der eAP26 bleibt das Kontingent in höchster Bereitschaft, um Luftpolizei-Aufträge auszuführen und die Integrität des Luftraums von Estland, Lettland und Litauen zu sichern. Parallel dazu sind Ausbildungs- sowie Interoperabilitätsaktivitäten mit in der Region stationierten Luft-, Land- und Seestreitkräften geplant, um die Zusammenarbeit zwischen den Bündnispartnern weiter zu stärken. Es handelt sich um Portugals neunte Teilnahme an solchen Baltikum-Entsendungen und um das zweite Mal, dass von Ämari aus operiert wird.

Jüngster Zwischenfall mit italienischen Eurofighter Typhoon

Zur Erinnerung: Vor wenigen Tagen fingen die in Estland im Rahmen der NATO-Luftpolizei-Mission eingesetzten Eurofighter der Aeronautica Militare ein russisches Marine-Jagdflugzeug vom Typ Su-30SM ab und eskortierten es. Der Vorfall ereignete sich am 18. März 2026, als das Flugzeug kurzzeitig in den estnischen Luftraum eindrang, der sich 12 Seemeilen ab dem Staatsgebiet erstreckt. Der Einflug dauerte ungefähr eine Minute; es wurde weder ein Flugplan übermittelt noch eine Kommunikation mit der Flugsicherung aufgenommen. Daraufhin wurden die italienischen Jets umgehend vom Stützpunkt Ämari aus alarmiert.

Bildnachweis: Portugiesische Luftwaffe – Verteidigungsministerium Estlands

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