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Audi kehrt beim A6 und e-tron zur alten Nomenklatur zurück

Silberner Audi Legacy Sportwagen in modernem Showroom mit grossen Fenstern und Stadthintergrund.

Die Elektrifizierung bringt nicht nur bei der Technikentwicklung und beim Einhalten der Emissionsziele Herausforderungen mit sich – auch die Bezeichnungen rund um diese neuen Modelle sorgen zunehmend für Kopfzerbrechen.

Wie Audi die Modellnamen neu ordnen wollte

Während Mercedes-Benz seine Elektroautos konsequent mit dem Präfix „EQ“ kennzeichnet und BMW auf das „i“ setzt, ging Audi einen Schritt weiter – und machte die Sache damit für viele noch unübersichtlicher.

Zusätzlich zum Zusatz „e-tron“, der die Elektrovarianten klarer von den Verbrennern abgrenzen sollte, krempelte Audi auch das System der Modellbezeichnungen um. In der Praxis führte diese Neuordnung jedoch zu erheblicher Verwirrung – selbst bei der eigenen Kundschaft.

Der Knackpunkt rund um Audi A4, A5 und A6

Auf dem Papier wirkte der Plan zunächst geradlinig: Ungerade Zahlen sollten künftig für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor stehen, gerade Zahlen für rein elektrische Modelle. Solange Q4 e-tron und Q6 e-tron nicht direkt die Plätze von Q3 und Q5 einnahmen – diese blieben weiterhin im Verkauf – blieb die grosse Aufregung aus.

Beim Audi A4 war das anders. Der Name, der seit den 1990er-Jahren eng mit Audi verbunden ist, wurde 2024 gestrichen und durch den neuen A5 ersetzt.

Als nächster Schritt war vorgesehen, auch den A6 umzubenennen – er hätte zum A7 werden sollen. Doch Kritik von Kundinnen und Kunden sowie die entstandene Unsicherheit im Handelsnetz brachten Audi in Ingolstadt dazu, noch vor der Markteinführung der neuen Generation zurückzurudern.

Das Resultat: Der Name A6 steht nun für zwei unterschiedliche Modelle – eines elektrisch, eines mit Verbrennungsmotor – die zudem auf verschiedenen Plattformen basieren. Die Elektroversion trägt zusätzlich die Bezeichnung e-tron.

Ein Schritt zurück, aber in die richtige Richtung

Der Kurswechsel rund um den A6 soll sich auf das gesamte Audi-Portfolio ausweiten. Bestätigt hat das Gernot Döllner, CEO der Marke, in einem Interview mit dem australischen Magazin Drive. „Wir werden zu unserer alten Bezeichnung zurückkehren: „A“ steht für die flachen Bauformen, „Q“ für die SUV, und die Zahlen beschreiben die Grösse und das Segment des Modells, Punkt“, erklärte er.

Wie es mit dem A5 weitergeht, ist in Bezug auf eine Rückkehr zur ursprünglichen Nomenklatur noch offen. Gleichzeitig schloss der Markenchef diese Option nicht aus. Klar ist bislang nur: Der Name A4 soll zurückkehren – zusammen mit einem rein elektrischen Pendant – gegen Ende dieses Jahrzehnts.

Etwas spekulativ gedacht könnte Audi den Wechsel der Bezeichnung auch erst mit einer Modellpflege des A5 umsetzen. Das wäre für die Markengeschichte nichts Ungewöhnliches: Der erste A6 war letztlich eine Überarbeitung des Audi 100 und keine komplett neue Generation. Und deutlich später, im Jahr 2022, wechselte der Audi e-tron bei seinem Update den Namen zu Q8 e-tron.


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