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Toyota bZ4X: erste Aktualisierung mit grösseren Batterien, mehr Leistung und mehr Reichweite

Weisses Toyota BZ4X Elektro-SUV in moderner Ausstellungshalle auf dunklem Boden stehend.

Toyota hat soeben das erste Update für den bZ4X angekündigt – ein Modell, das die japanische Marke 2022 eingeführt hat. Noch in diesem Jahr folgen Neuerungen, vor allem spürbare Schritte nach vorn bei Batterie, Leistung und Reichweite.

Die Modellpflege kommt zur Halbzeit des Produktzyklus eines Fahrzeugs, das sich in Norwegen als meistverkauftes Elektroauto etabliert hat – in einem Markt, in dem Elektrofahrzeuge bereits über 90% der gesamten Verkäufe ausmachen. Im Segment rangiert der bZ4X als viertmeistverkauftes E-Modell.

Im Mittelpunkt stehen neue, grössere Batterien und kräftigere E-Motoren; auch im Innenraum wurde nachgebessert. Parallel zu diesem rein elektrischen SUV hat Toyota zudem ein weiteres E-Auto vorgestellt: den neuen Toyota C-HR+.

Neue Batterien und höhere Effizienz

Beim Toyota bZ4X gibt es künftig zwei Batterievarianten: Als Einstiegsoption kommt ein 57,7-kWh-Akku für die Version mit Frontantrieb zum Einsatz. Diese leistet 123 kW (167 PS) und soll nach WLTP eine Reichweite von bis zu 445 km ermöglichen.

Für die leistungsstärkeren Ausführungen ist eine grössere Batterie mit 73,1 kWh vorgesehen.

Die Allradversion mit zwei Elektromotoren erreicht neu 252 kW (343 PS) und kommt auf eine geschätzte Reichweite von 520 km. Diese Variante wird allerdings nicht in Portugal angeboten.

Was sich an den Batterien geändert hat

Toyota führt den Effizienzgewinn auf Optimierungen bei der Energiedichte der Zellen sowie auf den Einsatz von Siliziumkarbid-Halbleitern zurück. Dadurch soll das elektrische Gesamtsystem spürbar effizienter arbeiten.

Trotz der gesteigerten Performance betont Toyota, dass die Haltbarkeit und Zuverlässigkeit der Akkus nicht darunter leiden. An der Garantie ändert sich nichts: 10 Jahre oder eine Million Kilometer, je nachdem, was zuerst eintritt.

Liegt die Degradation innerhalb dieses Zeitraums über 30%, übernimmt die Marke den Austausch der Batterie. Nach Angaben von Toyota sei das jedoch sehr unwahrscheinlich: „Es ist nicht zu erwarten, dass die Degradation auch nur in die Nähe dieses Werts kommt“, sagte uns einer der Ingenieure der Marke. „Wir arbeiten seit mehr als 25 Jahren mit Batterien und elektrischen Systemen und kennen das Verhalten unserer Komponenten sehr genau“, ergänzte er.

Leistung und Fähigkeiten weiter ausgebaut

Mit den Aktualisierungen verbessert der Toyota bZ4X nicht nur seine Energieeffizienz, sondern gewinnt auch beim Tempo. In der stärksten Version sprintet er in 5,1 s von 0 auf 100 km/h und zählt damit zu den schnellsten Modellen der Marke.

Zusätzlich wurde die Anhängelast auf 1500 kg verdoppelt, was den SUV für Nutzerinnen und Nutzer interessanter macht, die regelmässig schwerere Lasten ziehen müssen.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Laden: Toyota ergänzt ein Batterie-Vorkonditionierungssystem, das das Schnellladen bei Kälte effizienter machen soll.

Bei den Topversionen wurde zudem der interne AC-Onboard-Charger auf 22 kW angehoben, wodurch sich die Ladezeit an einer kompatiblen Wallbox verkürzt. Die DC-Schnellladeleistung bleibt bei 150 kW; damit soll der Akku in rund 30 Minuten von 10% auf 80% geladen werden können.

Aktualisierter Innenraum und verfeinerte Aerodynamik

Aussen beschränken sich die Änderungen auf leichte aerodynamische Anpassungen an der Front. Deutlich mehr passiert im Innenraum.

Toyota hat die digitale Instrumententafel aufgeräumt und dem bZ4X einen neuen zentralen 14″-Bildschirm spendiert, in den nun auch die Bedienelemente der Klimatisierung integriert sind.

Verfügbarkeit im Markt

Konkrete Markteinführungstermine nennt Toyota noch nicht. Bestätigt ist jedoch, dass der überarbeitete bZ4X in mehreren europäischen Märkten nach dem Sommer dieses Jahres verfügbar sein wird. Zu Preisen für Portugal gibt es bislang ebenfalls keine Angaben.

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