Nicht nur der Name kehrt zurück: Der neue Volvo XC70 feiert sein Comeback mit einer Ansage in Zahlen. Er soll der Plug-in-Hybrid (PHEV) mit der grössten elektrischen Reichweite in der Geschichte der schwedischen Marke sein – bis zu 200 km im reinen Elektrobetrieb. In Europa dürfte dieser Wert allerdings tiefer ausfallen – warum, erklären wir weiter unten.
Optisch bleibt Volvo sich treu: skandinavisch, klar gezeichnet und ohne unnötige Verzierungen. Bei den Abmessungen ordnet sich der XC70 leicht über dem XC60 und unterhalb des XC90 ein.
Vorerst ist für Europa dennoch kein Start vorgesehen. Der Verkauf beginnt in China, gleichzeitig lässt die Marke offen, ob sie den XC70 später auch in anderen Märkten einführt. Das passt in eine Phase, in der Volvo Teile der Produktion von China nach Europa verlagert – unter anderem beim EX30.
Die ersten Folgen sind bereits spürbar: Der Preis ist gesunken. Das kleinste SUV der schwedischen Marke kostet neu weniger als 30 000 Euro exkl. MwSt. – ein wichtiger Punkt, zumal der Markt für Elektroautos stark von Firmenkunden geprägt ist.
Die Technologie des Volvo XC70
Mit dem XC70 führt Volvo die neue Plattform SMA (Scalable Modular Architecture) ein, die allem Anschein nach eine Weiterentwicklung der CMA-Architektur sein könnte – jener Basis, die auch beim aktuellen Volvo XC40 zum Einsatz kommt.
Für den XC70 wurde diese Plattform gezielt darauf ausgelegt, leistungsfähigere Plug-in-Hybrid-Antriebe mit einem grösseren elektrischen Anteil aufzunehmen: also mit grosszügiger dimensionierten Batterien und Schnelllade-Modulen. Dazu kommt die komplette Palette an Infotainment sowie Fahrassistenzsystemen, wie man sie von den jüngsten Volvo-Modellen kennt.
Laut Hersteller versteht sich der XC70 als die „perfekte Brücke“ für alle, die noch nicht bereit sind – oder schlicht kein reines Elektroauto wollen. Und die Eckdaten passen dazu: 200 km elektrische Reichweite.
Diese Kombination soll es ermöglichen, im Alltag praktisch alle Fahrten ohne Benzinmotor zu erledigen. Für längere Strecken bleibt der Verbrenner als Sicherheitsnetz an Bord – gegen Überraschungen unterwegs und gegen Reichweitenangst.
200 km werden in Europa kürzer ausfallen
Die von Volvo genannten 200 km Reichweite würden sich in Europa – falls der XC70 hierzulande überhaupt auf den Markt kommt – nicht eins zu eins wiederholen.
Der Grund: Der Wert basiert auf dem chinesischen Testzyklus CLTC (China Light-Duty Vehicle Test Cycle), der weniger streng ist als das europäische Pendant WLTP (Worldwide Harmonized Light Vehicles Test Procedure).
Entsprechend dürften aus den 200 km nach chinesischer Messung in Europa ungefähr 150 km werden. Trotzdem läge der Volvo XC70 damit weiterhin deutlich über dem Segmentdurchschnitt.
Eine Zukunft, die nicht wie früher aussieht
Der Name XC70 bringt zudem Geschichte mit: Der erste XC70 war im Kern eine höhergelegte Version des V70 – ein Kombi mit Abenteuer-Anspruch, der sich über die Jahre Kultstatus erarbeitete.
Der neue XC70 übernimmt zwar die Idee der Vielseitigkeit, wechselt aber vom Kombi- zum SUV-Layout: höher, breiter, geräumiger. Ob das dem Zeitgeist entspricht? Die Marktdaten sprechen dafür – SUVs dominieren weiterhin die Vorlieben vieler Käuferinnen und Käufer.
Wie erwähnt, ist der XC70 vorerst ausschliesslich für China angekündigt. Volvo will eine Einführung in weiteren Märkten prüfen – naheliegend, schliesslich handelt es sich um den Plug-in-Hybrid mit der grössten Reichweite, den die schwedische Marke je in Aussicht gestellt hat.
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